Haar-Drogenanalyse erklärt

Übersicht

Der Nachweis im Haar ist die genaueste und aussagekräftigste Methode um zu ermitteln, ob Drogenkonsum vorliegt beziehungsweise nachzuweisen, dass dem nicht so ist.

Hierbei wird eine etwa bleistiftdicke Haarprobe direkt am Haaransatz (am Hinterkopf) abgeschnitten und auf eingelagerte Stoffwechselprodukte des Drogenabbaus analysiert.

Im Vergleich zu herkömmlichen Nachweismethoden (d.h. Urintest) kann mit Hilfe von Haaranalysen Drogenkonsum über einen längeren Zeitraum nachgewiesen werden. Wird eine Urinanalyse später als 2-3 Tage nach dem Konsum durchgeführt, so sind die meisten Drogen im Urin schon nicht mehr nachweisbar; eine Ausnahme ist dabei Cannabis, das auch nach etwas längerer Zeit noch festgestellt werden kann.

Nach dieser Frist von 2-3 Tagen ist das Ergebnis einer Urinprobe negativ, so dass der Probengeber beim Urinscreening unbemerkt bleibt. Bei Haarproben hingegen ist die einzige zeitliche Beschränkung für den Nachweis des Drogenkonsums die Haarlänge des Probengebers. Jeder Zentimeter Kopfhaar liefert Angaben über 30 Tage Drogenkonsum.

Üblicherweise werden etwa 3,5 Zentimeter getestet, so dass Rückschluss auf 90 Tage Drogenkonsum des Probengebers möglich ist.

Steht kein Kopfhaar zur Verfügung, so kann auch Körperhaar verwendet werden. Dieses bietet ein noch größeres Nachweisfenster von etwa 365 Tagen.

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft wirken sich Bleichmittel, Shampoo und Verschmutzungen von außen (z.B. Cannabisrauch) nicht auf die Ergebnisse aus.

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